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Betr. Gegenwind geht die Puste aus, LZ vom 27.7.2005
"Mit der Windkraft lässt sich manches schöne Wortspiel machen (s.LZ-Überschrift) - und eine Menge Kohle verdienen. Das zeigt der aktuelle Fall in Bardowick/Brietlingen: Hier baut der Betreiber mit einer über Nacht neu gegründeten GmbH (seine alte Firma war ebenso plötzlich erloschen) ein Windrad, von dem er selbst sagt, "dass es sich nicht rechnet". Zugleich fängt er mit den Bauarbeiten an, obwohl er damit laut Baugenehmigung erst nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist beginnen darf. Das vorgeschriebene Bauschild fehlt ebenfalls. Dazu steht noch die Stellungnahme des Umweltministeriums in Hannover zum Rotmilan aus - diese extrem gefährdete und in ganz Europa unter besonderem Schutz stehende Vogelart lebt nachweislich seit Jahrzehnten am Standort und sollte Grund genug sein, dieses aberwitzige, energiepolitisch völlig unsinnige Projekt zu stoppen. Ein Projekt im Übrigen, bei dem von Anfang an katastrophale Fehler und Versäumnisse, Lügen, falsche Versprechungen und unsaubere Methoden zum Alltag gehörten. So versäumte es die Samtgemeinde Bardowick, ihre Nachbargemeinde - wie vorgeschrieben - über den geplanten Bau zu informieren. So demonstrierten lokale und regionale Politiker und Entscheidungsträger ein bemerkenswertes Desinteresse bis hin zur Ignoranz gegenüber den realen Bedürfnissen und Sorgen der Bürger - die sie doch einst gewählt hatten im Vertrauen, eben diese Interessen zu vertreten. Auch der Landkreis als Genehmigungsbehörde nahm seine Verantwortung für die Bürger erst dann ernst, als die Bürgerinitiative "Brietlinger Gegenwind" Druck machte. ALLE Beteiligten haben uns von Anfang an gesagt: "Was wollt Ihr? Die beiden Windräder werden sowieso gebaut!" Dass nun eins verhindert wurde und das andere praktisch "durch die Hintertür" unter Ignoranz sämtlicher Auflagen und Vorgaben aufgebaut werden soll, zeigt die schmutzigen Praktiken - um nicht zu sagen "windigen Geschäfte" - in dieser Branche. Hier stopfen sich einige Wenige die Taschen voll, die Zeche zahlen wir alle. Es ist nicht leicht, derartiges Unrecht mit den bekannten gravierenden Beeinträchtigungen in Lebensqualität und Existenzplanung hinzunehmen - und zugleich zu erleben, dass die Verantwortlichen ihr eigenes Spiel spielen. Die Brietlinger bleiben bei ihrem NEIN und kämpfn weiter! Dass der Bürgerinitiative "die Puste ausgeht", ist ein nettes Wortspiel, aber schlichtweg falsch beobachtet: Wir holen nur gerade neu Luft!"
Martin Schröders Strehlener Straße 1b 21382 Brietlingen
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